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love and destroy

DAS nenn ich mal ne pause :b

mir geht grad einiges im kopf rum, was nicht für 'die allgemeinheit' verwertbar ist, deswegen ist meine seite grad ein bisschen ausgestorben. ich fühl mich wie ein caspersong, wenn das hilft. wenn nicht, auch gut, das hier ist schließlich kein facebook-badezimmerspiegelfoto.

heute bin ich auf zwei neue themen gestoßén, die ic gern hier öffentlich mchen möchte, jetzt erst einmal das eine (so, spätestens jetzt muss ich mich entscheiden, was zuerst :D).

vor ungefähr zwei wochen bin ich mit dem fahrrad zum arzt gefahren. auf dem weg sah ich eine maus sitzen, die aus welchem grund auch immer einfach da saß, keine angst hatte, nicht weglief, sich nichts zu denken schien.
mit dem vorderrad konnte ich ausweichen, musste dann, um den sturz zu vermeiden, wieder zurückschwenken.
ich bin angehalten und die maus war am gleichen platz wie vorher. ich bin zurückgelaufen und sah, wie sie mit gestreckten pfoten dalag, die innereien flossen heraus. in der erinnerung daran, we sie schon eben ohne jede bewegung auf dem pflaster verharrt hatte, dachte ich erst, sie sei vorher schon tot gewesen. doch dann öffnete sie ihren mund wie zu einem stummen schrei; ihre kleinen hände zitterten. nach und nach erstarrte sie.

mir ist später werther dazu eingefallen, der gerade die stadt um lotte verlassen hat. alles schmerzt ihn, sogar die winzigste kleinigkeit. so auch die, dass er mit jedem schritt, den er tut, die mikroskopisch kleinen lebewesen im boden tötet und die insekten, die er übersieht.
ich erinnere mich, wie ich noch tae später versuchte, die füße möglichst kleinflächig aufzusetzen, um so wenig schaden wie möglich anzurichten. natürlich ist das lächerlich.

man kann nicht leben, ohne zu verletzen, ohne zu töten, ohne zu zerstören.

man erzählt sein leiden die liebsten, um die last zu verteilen. auf andere, die verletzt sind, weil jemand, der ihnen etwas bedeutet, leiden muss.
man tötet, wer schwächer ist, als man selbst. ob nun komplett oder ein bisschen, durch die größere stärke nimmt man weiter an kraft. vielleicht unabsichtlich.

man macht kaputt, man schadet durch die bloße existenz. immer mehr und gemeinsam wird unweigerlich zerstört. letztlich alles, was es zu zerstören gibt.
nur, weil man es nicht absichtlich tut, ist man nicht unverantwortlich.
so wie die gesellschaft nicht unverantwortlich dafür ist, dass leute, die ihr nicht entsprechen, zugrunde gehen.
sie überrollt sie einfach, wie ich die maus mit meinem fahrrad. die außenseiter denken sich nichts und plötzlich liegen sie zitternd am boden und sterben.

16.9.11 01:41


einfach ein gespräch

'reden und nichts sagen.
reden.
redenredenreden, ohne dass man irgendwann mal etwas sagt.

pause machen. den anderen lassen.
aus höflichkeit. großzügigkeit.
warten, warten, warten...
den anderen nur reden lassen, damit man wieder dran ist, weiterzureden.

reden und reden und reden und reden.
nichts hören, nichts denken, nichts sagen.
nichtssagend.

sieh mal, was ich bin.
stärker als. du. diese. loser. er. sie. alle. jeder.
ich.
bin desinteressiert. faul. resigniert.

ich bin der-be, weil: dauersuffdauerfeierndauerfröhlich.
sonst nichts. nichtssagend reden.
ich habe angst, nicht mehr zu reden,
denn ich habe angst, etwas zu sagen.'

thanks to inspiration:

und so viele menschen.
24.6.11 01:19


es ist leicht, sich zu erinnern, wenn man nie lernte wachsam zu sein

wo man nicht überall denkanstöße herkriegt
bei ner stethoskopuntersuchung hat mein arzt mit mir den üblichen smalltalk gehalten und hat mich nach meinem studienwunsch gefragt. kreatives schreiben und kulturjournalismus in hildesheim. er wollte wissen, was ich unter kreativen schreiben verstehen und meinte daraufhin, eigentlich sei ja alles geschriebene irgendwie kreativ.
und er hat recht damit, oder?

zwar sollen dauernd 'förmliche' sachen geschrieben werden, was auf gut deutsch heißt, man soll doch bitte seine persönlichkeit aus dem raus halten,was man da verfasst. komplett ist das jedoch nicht möglich, weil es immer zu jedem textstück jemanden gibt, der es plant und so seine züge bewusst oder unbewusst mit einbringt, sei es jetzt ein roman, ein essay oder ein rezept beim arzt.

genau so sollte es doch eigentlich sein - wieso sollte man als mensch verstecken müssen, dass man eine persönlichkeit hat? was soll diese ganze erzwungene maschinelle förmlichkeit?
beispielsweise in der politik. alles ist klar strukturiert und geordnet, alle sagen das, was andere von ihnen hören wollen und so etwas wie gewöhnliche gespräche finden sich dort nicht. manchmal scheint es sogar, als würde sie mit absicht langweilig gemacht. es ist fatal, dass ein großer teil des volks politik öde findet - und das stellenweise auch zurecht-, wenn davon letztlich das zusammenleben und die grundlagen des staats geregelt werden sollten.
wie soll demokratie funktionieren, wenn das volk sich schlafen legt?

mit geschichte ist es so ziemlich das gleiche.
wir hatten die sowjetunion und die ddr und ich habe mich zu tode gelangweilt. das sollte eigentlich nicht so sein. geschichte sollte keine aneinanerreihung von wirtschaftskrisen und kriegen sein, in denen eine seite gewonnen hat wie eine seite beim schach gewinnt. wieso kann geschichte keine abfolge menschlicher leben sein, die all das gesehen haben? all diese ereignisse gab es nur, weil irgendwelche menschen durch ihre psyche dazu gebracht wurden, sie herbeizuführen. ich glaube, geschichte würde interessanter sein, wenn das wieder erkannt würde.
aus irgendeinem grund ist es allerdings wichtiger, daten und zahlen und hunderte von ereignissen abspulen zu können, als auch nur bei einzelnen mal wirklich zu verstehen, wieso sie in bücher eingingen.

förmlichkeit und neutralität schaffen es, ordnung in dinge zu bringen, überblicke zu verschaffen und uns so ein großes wissensfeld zu geben. das schaffen sie durch die distanz, die durch sie entsteht.
distanz, die uns vergessen lässt, dass alles in den menschen gründet. distanz, die uns das interesse an dingen nimmt, die uns eigentlich wichtig sein sollten.

(diesmal geht einbetten ehrlich nicht, ich bin nicht einfach nur zu blöd)
http://www.youtube.com/watch?v=LiWNZNtCwVU
8.6.11 12:37


'gute-nacht-lied'

'Gedanken gehen mir durch den Kopf.
Sie schleichen. Und sie wandern. Und sie trippeln.
Sie machen einen Spaziergang.
Ich atme schneller.

Gedanken laufen mir durch den Kopf
Sie sprinten, überholen sich, springen durcheinander
Sie veranstalten ein Rennen.
Ich zittere.

Gedanken tosen mir durch den Kopf sie
gehenuntertauchenauf siereißen sieprügeln sie
sie sind eine Sturmflut.
Ich höre Sirenen.

Gedanken wanken mir durch den Kopf.
Sie taumeln langsam. Sie torkeln umher. Verwirrt. Müde.
Sie werden zu Bett geschickt.
Vorsichtig und behutsam deckt der Sanitäter sie zu.'

und wieder weiß ich nicht, wie ich das finden soll.
3.6.11 21:12


warum ich keine liebeslyrik schreibe, bäibä!

vor ein paar monaten gab es einen essaywettbewerb der leuphana-universität zum theme liebe des lebens.
um das nicht phrasenhaft dauernd zu wiederholen, habe ich als synonym ewige liebe benutzt. gestern ist mir dann aufgefallen, dass das gar nicht synonym zu nehmen ist. leben und ewigkeit sind schließlich eigentlich voneinander getrennt.
es erscheint nur häufig nicht so.

klar, alles vergeht; klar, am ende sterben alle; dieses bewusstsein setzt sich ebenso schmerzhaft wie einfach fest.
bis man jedoch akzeptiert und wirklich bis ins innerste erkannt hat, dass man selbst genauso zum ende kommen wird wie alles andere, braucht es noch deutlich mehr.
für sich selbst ist man erst einmal unsterblich (das muss ein ziemlicher schock sein, wenn man davon weg ist, aber das ist nicht das, worauf ich hinaus will.).

ein lied von wir sind helden heißt 'ich werde ein leben lang üben, dich so zu lieben, wie ich dich lieben will, wenn du gehst'.
sie liegt nachts immer neben ihm und fühlt seinen puls, voller angst vor dem ende. es ist ein hoffentlich großer raum voll zeit da, aber irgendwann stößt man doch an die wand.

man hört all diese phrasen wie 'bis dass der tod euch scheidet' und realisiert es trotzdem nicht, vermutlich aus selbstschutz.
wenn eine beziehung aufrecht erhalten werden soll, müssen kompromisse geschlossen werden, um beieinander zu bleiben, aber ist das am ende nicht nur aufschieben?
ist es das nicht in jedem fall?
ich kann zu allen, die mir etwas bedeuten, kontakt halten, sie besuchen, mich in ihr leben einbringen. irgendwann reißt der kontakt so oder so. vielleicht wird das sich-melden im stress immer seltener, vielleicht schmälert sich die bindung. menschen kommen und gehen.
im extremfall zieht jemand um in richtung tod, dann helfen nicht mal mehr telefon, brief und facebook in diesem extrem kleinen maß, das sie sonst noch erreichen können.

was macht man, wenn ein guter mensch scih aufmacht? man hilft umzugskartons packen.
möglich, dass die ganze gemeinsame zeit ein einziges riesiges umzugskartons packen ist, sobald man die alles betreffende endlichkeit anerkannt hat. man nimmt all das schöne, was war, was ist, was kommt, bettet es in styropor und klebt den karton fest zu, auf dass auf der reise nichts kaputtgehen möge.
ein melancholischer prozess, der aber auch freude beinhaltet. nicht nur für den anderen, wegen dem aufbruch zu etwas neuem; man findet die ganze beziehung in dem kram wieder, den man da verpackt und behält etwas davon bei sich.

es tut weh und schadet einem, sich zum teil der letzten davonrennenden zeit zu machen, doch um der freundschaft und der liebe willen: hilf beim packen, und zwar so viel und so oft du kannst. die einzige alternative wäre, keine beziehungen mehr einzugehen, um ihnen nicht beim verwischen und zersplittern zusehen zu müssen.
bis zum letzten abschied: nimm das leben, die momente, das glück und teile all das mit denen, die etwas davon haben wollen. 'sich schonen' ist in dem fall ein ausdruck dafür, dass leben das ungesündeste sei, was man im leben tun könne. zeigt sich ja selbst, wie lächerlich das ist.

(ich bin nicht pathetisch :D)

'warum ich dir jetzt liebeslyrik schreibe bäibä?
warum bäibä?
darum bäibä:
damit du mich vermisst.'


das video sollte man bildschirmfüllend sehen.
die worte allein begeistern, mit gestik und mimik (gut, mimik ist bei der bildqualität schwierig, aber zu erahnen :D) haut es einen um. die weiteren slams von julian heun sind genauso empfehlenswert, ich möchte jedoch freakizität noch speziell hervorheben.
24.5.11 23:40


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