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sein

'ich bin eine fremde auf der straße.
du schaust kurz her und gehst.
ich bin deine supermarktverkäuferin.
du lässt dich bedienen und gehst.

ich bin deine schülerin.
du sagst, ich soll nicht schreien.
ich bin deine lehrerin.
du schreist einfach weiter.

ich bin deine kleine schwester.
du siehst mich fallen und aufstehen.
ich bin deine große schwester.
du siehst mich als vorbild.

ich bin deine beste freundin.
du schenkst mir deine freuden und ängste.
ich bin deine feste freundin.
du bist ein geschenk.

ich bin deine geheime verehrerin.
du siehst mein lächeln nicht.
ich bin deine unerreichte liebe.
du wartest, dass ich für dich lächle.

ich bin ein teil deiner welt.
du bist nicht einfach du, ich nicht ich.
wir sind nichts davon, das alles und mehr.'

ist noch nicht ganz ausgereift, war aber auch eher als experiment gedacht.

..und danke für die idee (:
4.5.11 00:26


remember to let her into your heart, then you can start to make it better

scheinbar geht einbetten von videos ab jetzt nicht mehr, das heißt, du musst die links jetzt selbst anklicken. das leben ist schon hart.

http://www.youtube.com/watch?v=eDdI7GhZSQA

alternativer titel: 'i'm feeling like i'm peter pan minus the tights and the fairies.'

als atheistin neige ich beim philosophieren ja gern zum jammern. in der art von 'es existiert keine gerechtigkeit und es gibt keinen gott, der das irgendwie zurechtbiegen könnte' und so weiter.

genau da liegt aber eigentlich der positive apekt darin, nicht an irgendetwas übergeordnetes zu glauben.

'der club der toten dichter': schüler einer jungenschule, alle um die siebzehn, lernen durch ihren englischlehrer keating, nicht länger den idealen der gesellschaft bzw ihrer eltern zu folgen, wer sie sein sollen, sondern selbst herauszufinden, was sie sein könnten. unter dem motto 'carpe diem'/'nutze den tag' beleben sie den club der toten dichter wieder auf, eine alte schulgruppe, die zur schülerzeit keatings existiert hatte, in der sie einander gedichte vortragen und sich in einem rauschartigen zustand des glücks verlieren.
irgendwann stehen sie wieder vor der entscheidung, ob sie sich nach dem richten werden, was sie wollen oder nach dem, was sie zu wollen haben.

mehr zum verlauf erstmal nicht, weil du den selbst ansehen sollst :D
der film an sich ist schon extrem beeindruckend, wirklich bewegend war für mich aber das making of. einer der schauspieler sagte, durch diese arbeit sei er als mensch ein anderer geworden, der regisseur habe sein leben damit verändert.
an dem punkt dachte ich nur: ich muss verändern. wie den letzten paar einträgen (außer meinem gedichtversuch^^) zu entnehmen ist, ist für mich jedoch ziemlich unsicher, ob ein mensch überhaupt wirklich etwas bewegen kann und war dementsprechend erstmal total erdrückt von all den eigenen erwartungen.
dann kam wieder das übliche 'es gibt keinen gott, der das ändern kann'.
hier liegt der erste wirklich optimistische punkt im atheismus: wenn es keinen gott gibt, heißt das, der mensch ist das mächtigste wesen.

wenn also irgendjemand oder etwas in der lage ist, zu verändern, dann sind wir es. so phrasenhaft das auch klingt: wir müssen diese chance nur ergreifen und es versuchen.

das einzelne leben scheint so banal. alles scheint auf ein ende zuzulaufen - man lebt in seiner kleinstadt, geht zur schule, dann job, hochzeit, familie, retriever, und schon ist man tot und nichts hat sich geändert.
ich sage: nur, wenn man es so weit kommen lässt.
auf diesem kurzen, scheinbar unbedeutenden weg trifft man so viele menschen und vielleicht ist alles, was man verlangen kann, ein paar blickwinkel zu ermöglichen.
das leben dieser menschen zu verändern.
so gehen isolation und durchschnitt darin verloren, den abstand zu brechen und andere menschen zu bewegen, um zu bestehen.

wir alle fühlen uns manchmal wie einer der milliarden bausteine eines riesigen gebäudes.
was, wenn einer einige um sich herum überredet, sich endlich zu weigern?
die mauer zu sprengen, um kein baustein mehr zu sein, etwas neues zu sein. etwas, was so noch nicht da gewesen ist.

vielleicht können wir nur den versuch machen, ein ebensolcher stein zu sein.
spreng die mauer, sei etwas neues.
27.4.11 03:06


'kontrollzentrale?' 'abgeschaltet'

'liebe hält sich an keine regeln.

sie ignoriert rotes licht,
brettert selbstmörderisch über bahnübergänge,
achtet keinen vorrang (rechts vor links; kann vor möchte)
und hält für nichts und niemanden.

sie ist ein geisterfahrer entgegen eines jeden gedanken,
der, ohne von irgendwem gestoppt zu werden,
bei vollgas alle sorgen von vernunft und sicherheit in den wind schießt.

trotzdem stellt sich der einsame auf die straße,
bis ihn die scheinwerfer blenden und sie ihn erfasst.

trotzdem rettet man sich in der bedrohung zueinander
und sagt ironischerweise:

"ich liebe dich." '

das ist eins von diesen eigentlich uncoolen gedichten, die sich nicht reimen, aber meine reime klingen leider ziemlich schlecht :b
18.4.11 20:37


ist gar nicht so einfach, wenn die gefühle so verschieden sind.

randolph hat sich entschieden, eine frau zu sein, ria, und damit seiner tochter eine zweite mutter zu sein.

kürzlich lief eine doku über ihn auf vox (?).
das falsch zu finden, stempelt einen wieder als intolerant ab, aber was bringt diese blinde toleranz denn immer? man muss sich nicht nur auf die freiheit des transvestiten konzentrieren, sondern genauso auf die des kindes.
es ist dasselbe mit der frage, ob homosexuelle paare denn kinder adoptieren dürfen. in einer idealen gesellschaft: ja. in unserer gibt es jedoch auch schlagende argumente dagegen und es ist falsch, deswegen ein schlechtes gewissen haben zu müssen, weil das mit eigener intoleranz nichts zu tun hat.
es geht darum, dass eltern immer eine verantwortung übernehmen: die, das leben und das glück ihres kindes über die eigenen wünsche zu stellen.
zugleich steht es dem glück des kindes im weg, in einer gesellschaft, in der nur heterosexualität akzeptiert ist - denn egal, was alle sagen, das ist in vielen fällen immer noch der stand. es gibt genügend eltern, die ihren kindern einbläuen, dass ein mann gefälligst ein mann zu sein hat. natürlich distanzieren andere eltern ihre kinder richtigerweise von dieser meinung, trotzdem finden viele es seltsam und meiden das kind.
das heißt, das kind ist wegen seinen eltern eingeschränkt.

mbf sagt, dass man die menschen ändern könne, die gegen abweichungen der norm sind. das glaube ich nicht. letztlich ist ein mensch in bestimmten dingen, wie er ist.
ein schwulenhasser wird seine einstellung nicht wegen eines vertraulichen gespräches ändern. ein rassist wird nur in den allerseltensten fällen bekehrt.

und genau da sind wir bei einem thema, das die antwort klrer macht, weil es bekannter ist.
wenn schwule paare keine kinder adptieren dürfen, wenn transvestiten nie eltern werden sollten, dann dürften schwarze auch keine familien in deutschland gründen.
weil es eben falsch ist, anzunehmen, dass die sexualität eine entscheidung ist. vielleicht, sie öffentlich zu machen. aber es ist einer dieser bezeichnenden irrglauben, dss man sich doch einfach entschwulen könnte. nach dem motto, such dir ne frau, zahl ihr ein dach überm kopf und zieh in ein reihenhaus.

in der diskussion darüber, ob homosexuelle menschen adoptieren dürfen, zeigt sich, wie unzutreffend unser gesetz ist.
die menschen sind nicht gleich, in unserem land nicht und nirgendwo, sonst wäre das keine frage.
ob das kidn nicht gemobbt und gemieden werden würde.
ob die eltern diese rolle lobenswert spielen können.
ob farbige, homosexuelle, arbeitslose und alle gesellschaftlich nicht anerkannten sind, was sie sind. menschen, die sich nicht verdrehen können, dass es jedem passt. menschen, denen man verdammt nochmal träume erlauben müssen, wie den einer familie.

ich weiß nicht, ob man die menschen ändern kann.
sicher ist, dass man es muss.

das lied passt mal wieder gar nicht, aber ich wurde da grade drauf gestoßen und die zwei zeilen ausm titel passen :b
8.4.11 18:35


wer wenn nicht wir

derzeit läuft 'wer wenn nicht wir' im kino.
er handelt von gudrun ensslin und dessen mann bernward vesper. die beiden lernten sich in den sechzigern kennen und fanden einen gemeinsamen traum. davon, die welt zu verändern durch einen eigenen verlag, der das herausschreien würde, was die menschen dann endlich würden hören müssen.
während bernward den letzten wunsch seines vaters erfüllen musste, dessen nationalistisch gefärbte bücher neu herauszubringen, wandte sich gudrun mehr und mehr den aktiveren formen des widerstands zu.
die liebe wurde getrübt durch mehrere fremdbeziehungen; eine von gudrun führte sie letztlich zu andreas baader und ab da schrieben sie geschichte als die erste generation der raf.
was hierbei seltener betrachtet wird, ist die tatsache, dass ihre mitglieder sich, um ein martyrum für die allgemeinheit eingehen zu können, von ihrem gesamten privatleben lösten. in ensslins fall bedeutete das, ihren mann und ihren inzwischen zweijährigen sohn zu verlassen - oder verlassen zu müssen?

ähnlich wie 'die fälscher' erwckt der film gedanken zum thema moral, insbeesondere dazu, wie sie sich auf andere menschen um einen herum auswirkt. inwieweit darf man über das leben anderer bestimmen, um eigenen idealen zu flgen? hier war es jedoch insofern anders, als dass es sich nicht um fremde menschen handelte, deren leben verändert wurde, sondern um die liebsten.

als ensslin bernward verließ, zerbricht dieser daran. er fällt ab in schulden, drogen und verliert seinen letzten rest stolz; sein verlag und seine bücher finden keine kunden mehr; er kommt in die psychatrie, um sich dann umzubringen, sodass der sohn felix bei einer schwäbscihen pflegefamilie lebt.
ensslin traf, bewusst oder unbewusst, eine entscheidung, die bernwards leben unauslöschlich verbog.

als sie zum ersten mal in haft ist und bernward sie im gefängnis besucht, fragt er sie verzweifelt, warum sie ihn verlassen habe. sie antwortet gnaz schlicht, sie beide haben verschiedene aufträge.
als der verschuldete bernward sie anruft und um hilfe bettelt, legt sie auf.

gudrun ensslin handelt, um ihre ideale durchzusetzen. sie gibt ihr leben auf, um die welt in einen ort zu wandeln, den sie als lebenswerter ansehen kann.
die freundin, mit der ich den film gesehen habe, fragte am ende, ob ich die erste generation der raf verurteilen würde.
in moralischer hinsicht vielleicht nicht. menschen litten und sie taten etwas dagegen, weil sie empathische menschen waren, sodass sie das nichtstun nicht ausgehalten haben. ob das gewalt rechtfertigt bzw ob sie das wert war, ist wieder etwas anderes. natürlich, die menschen sind so abgestumpft, dass man sie schockieren muss, was fast nur noch über gewalt geht. aber ich bin unsicher, ob man menschen so weit beeindurcken oder gar verändern kann, dass ihre moral sie dazu treibt, etwas großes zu tun. na ja, eindeutiger ist, dass ich gudrun ensslins menschlichkeit infrage stelle und nicht sicher bin, inwieweit die moral wichtiger ist als dieses eine, was jeden auszeichnet.

ich bin ein mensch. heißt das automatisch, dass ich auch dann noch menschlich handeln darf, wenn die moral eigentlich vernunft anpreisen würde?

hier fiel mir heinrich von kleists 'über das marionettentheater' ein. darin wird ein junge darauf hingewiesen, dass er einer wunderschönen statue gleiche, in dieser pose, die er gerade noch inne hatte. er will sie erneut einnehmen und schafft es nicht.
dann fechtet ein mann gegen einen bär und findet einen stärkeren gegner, da er selbst von gedanken gehemmt wird.
die wahre grazie könne demnach nur ohne das gewissen und die vernunft erreicht werden: der instinkt ist der schlüssel. die marionetten werden als das sinnbild der eleganz angepriesen, da sie nicht denken, sondern sich einfach nach mathematischen gestzen bewegen.
in kleists erdbeben von chili werden jeronimo und josephe wegen einer sünde verfolgt und nachdem sie durch neue umstände beruhigt wurden, legen sie ihren eigentlich vernünftigen pläne ab, zu fliehen und folgen ihrem instinkt, der ihnen flüstert, sie sollen in die stadt zurück, um gott zu danken, selbst wenn dort ihre verfolger warteten. das kommt einem natürlich in erster linie dämlich vor, aber vielleicht wollte kleist damit die vernunft infrage stellen. beide sterben wegen ihres irrationalen handelns, doch nur, weil die gesellschaft ihr gefühlsgesteuertes handeln nicht zulässt.
ich habe das so interpretiert, dass kleist unvernünftiges, instinktives handeln eigentlich als richtig ansieht, es jedoch von dem mangel an gerechtigkeit, der "gebrechlichen einrichtung der welt", verhindert wird, dem zu folgen.

damit wieder zurück zum film:
ist die abwesenheit von vernunft wirklich gleichzusetzen mit schwäche?
kann man verlangen, dass ein mensch gegen seine liebe verstößt, um seiner vernunft zu folgen? dass er seiner menschlichkeit entsagt, um den versuch zu wagen, ein gott zu sein?
es stellt sich erneut die frage, wie weit man für seine ideale kämpft. überall schreit es, alles ist möglich.
kann der mensch die welt wirklich verändern - oder ist es gar seine pflicht?

der film ist nur zu empfehlen (übrigens: august diehl-film :D) hier der teaser
3.4.11 21:25


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