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'm'

'das bisschen vertrautheit in all der fremde rann durch meine finger wie kühler sand.
inmitten von glücklichen paaren stolperte ich über meine schnürsenkel.'

danke für die zeit.
19.3.11 15:58


falsche entscheidung - da scheißen wir drauf

gerade lese ich 'die leiden des jungen werthers' und habe gestern 'goethe!' gesehen (werther war ja relativ autobiografisch), was viele denkanstöße gibt. hier die ersten.

werther fühlt sich immer zutiefst berührt durch kinder und benennt das gesicht jedes zweiten aufwärts als perfekt geformt. zugleich beschwert er sich darüber, wie mit den kindern umgegangen wird: die erwachsenen wissen genauso wenig wie die kidner, was sie wollen und setzen sich trotzdem über sie, um sie in ihre denkweise zu pressen.
das ähnelt kleists marionettentheater, da er schrieb, die höchste anmut könne man nur durch völlige intuition erreichen. sobald man versuchte, wäre man nicht mehr wirklich grazil.
wenn der mensch erwachsen wird und versucht, sein leben in die hand zu nehmen und sorglos zu sein, scheitert er.

die völlige absetzung von jeglichen erwartungen ist an sich kaum möglich - das problem ist bloß, dass das nicht oft genug als schlecht erkannt wird. man fühlt sich nicht wohl, wenn man nicht die person sein kann, von der man denkt, dass man ihr entsprechen sollte. manchmal, weil man selbst ihr entsprechen will. meist jedoch, weil man dem entsprechen will, was den anderen menschen zusagt.

es ist zurzeit mottowoche an meiner schule. alle setzen größte erwartungen in diese zeit und zwingen sich permanent dazu, gute laune zu haben. ich kann das nicht und beneide sie auch irgendwie darum. meine schwester sagt dazu, dass es nichts schlechtes ist, nicht auf knopfdruck abgehen zu können.
letztlich hat sie recht. ich wollte erwartungen entsprechen, die eigentlich keine wirkliche berechtigung haben.
wenn du glücklich bist, feiere.
wenn du traurig bist, weine.
wenn du nicht sprechen willst, schweige.

so sollte es theoretisch sein; dass anerkannt ist, dass gute laune kein dauerzustand ist. ist es aber nicht.
jeder will allen zusagen, auch, wenn das kaum möglich und nebenbei auch nicht richtig ist.
ich glaube, dass man ein individuum sein sollte, nicht ein kleines teil irgendeines systems, das nur zu funktionieren hat, wobei da wieder das gewissen im weg steht:
sobald man schlecht gelaunt ist, denkt man, man verhielte sich falsch und zieht sich nur noch weiter runter. wenn alle sich so sehr ähneln und dieses ideal eines dauergrinsenden glücksbärchis teilen, kann man nicht einfach einzelnen zusagen - was, wenn es nur die masse gibt? leute außerhalb dieses triebs zu finden, ist ein glücksgriff.

august diehl sagt, es gebe verschiedene arten des terrorismus, nur werde bloß ein teil davon so benannt, der von einer kleinen gruppe ausgeführt werde. zivilisation und gesellschaft seien ebenso terrorismus; dies hier scheint einer jener fälle zu sein.

jetzt ein weiterer werther-aspekt (heftige überleitung :D):
die geschichte dieser zweier menschen, die einander suchen, aber nicht halten können, ist sehr anrührend. es ist eine geschichte, die immer wieder leicht abeändert zu finden ist, doch sie beschreibt in sich das leben:
man will fassen und halten, erreicht den großteil dieser wünsche jedoch nie. es ist ein stetes sehnen nach etwas größerem.

15.3.11 17:51


verschwende dich nicht an heiße luft und schlechte energie

viele menschen sind unzufrieden mit sich selbst.
beispielsweise welche die sehen, dass sie zu dick sind, glauben, alle lästerten über sie. inwieweit das wahr ist, lasse ich mal beiseite. man denkt, dass diese menschen in bezug auf ihr selbstbewusstsein am boden wären. doch damit jemand über einen lästern kann, heißt das doch noch immer, dass man beachtet wird, anstatt dass man ein bloßes nichts ist - man glaubt noch an die eigene bedeutung für andere, wenn auch im negativen sinn.

generell wirkt es arrogant, dieses werten über die weise, wie andere ihr leben leben. es mutet an, dass diese leute genauso wenig wissen, wie sie ihr dasein genau verbringen sollten, weil auch über sie gelästert wird.
irgendwo habe ich ein interview mit jemandem gelesen (könnte august diehl sein??), der meinte, die größte beleidigung sei es schließlich, wenn jemand einfach annimmt, einen zu kennen.
er glaubt, deine fassade aufgedeckt zu haben. weiter zu sein, als deine freunde.
wie gesagt glaube ich, dass auch die nur einen groben entwurf haben, von dem, was du bist. nach außen zeigst. glaubst. wie willst du dich selbst präsentieren, wenn du nicht weißt, wer das ist? august diehl (diesmal wirklich :D) meinte: "wir reden ja immer von persönlichkeit. persönlichkeit kommt von persona. persona ist die Maske. wenn jemand eine starke persönlichkeit hat, heißt das also nichts anderes, als dass er ein sehr starkes kostüm für sich gefunden hat." du weißt maximal, was du repräsentierst oder zu repräsentieren vesuchst. du kennst vielleicht dein kostüm, weißt aber nicht, was darin steckt.
es zeugt von arroganz, so über andere urteilen zu wollen, als wüsste man, was gut für sie ist. eigene maßstäbe mit den seinen gleichzusetzen heißt ja letztendlich nichts anderes, als dass man so von ihnen überzeugt ist, dass sie für alle zu gelten haben.
es zeigt, wie wenig man als mensch aufnehmen kann, dass man menschen immer in gut und schlecht, nett und dumm, cool und uncool teilt und darin glaubt, den völligen überlick zu haben. und es gibt niemanden, der sich davon freimachen kann, über andere zu urteilen, weil das einen menschen traurigerweise auch teils ausmacht.

zu etwas anderem, ich bin abgeschweift
mir ist gerade dieser spruch eingefallen, dass niemand einen lieben kann, wenn man sich nicht selbst liebt.
es gibt genügend leute, die dem widerpsrechen würden, weil sie vielleicht durch einen geliebten aus ihrer trauer errettet wurden, in der sie mit sich selbst nichts anzufangen wussten.
trotzdem beinhaltet der spruch auch wahrheit, weil der verzweifelte für eine solche beziehung immer noch die liebe des anderen zulassen musste, was heißt, dass er sie zu verdienen glaubt (oder eine verdrehte moral hat und dem anderen niemand gleichwertigen gönnt, wovon ich mal nicht ausgehen will.) und darin immer noch einen funken selbstliebe übrig haben muss (oder den anderen nicht liebt. gut, es ist doch möglich.).

die liebe in einer beziehung ist also die liebe zu jemand anderem, die aus einer liebe zu sich selbst entstehen kann. auch, wenn das komisch klingt :b

7.3.11 19:03


best friends, best friends: i'm a bad best friend

kürzlich habe ich mich mit mbf über liebe unterhalten. sie meinte, dass menschen meistens befreundet sind, bevor sie einander lieben.

ich glaube, dass das hauptsächlich nur eine romantische vorstellung ist.
genauso wie diese idee, dass man sich als erstes von einem charakter angezogen fühlt und das nichts mit dem äußeren zu tun hätte.
das erste, was man wahrnimmt, ist wie gesagt das äußere und, ob man will oder nicht, man wird sich sein bild machen.

in meinen recherchen fand ich die definition, dass man sich als erstes in einen charakter verliebt. das halte ich für blödsinn.
liebe wird aufgrund ihres romantischen charakters stets romantisiert. eigentlich scheint sie jedoch ein biologischer prozess zu sein, der der evolution und dem fortbestand einer spezies verhilft.

man trifft häufig auf studien, beispielsweise haben frauen in einem wartezimmer die stühle bevorzugt, die mit so sehr verdünntem männlichen schweiß besprüht waen, dass sie es nur unterbewusst wahrnehmen konnten. des weiteren sucht man sich einen partner, der das eigene genetische bild am besten ergänzt, sodass das abwehrsystem für den nachwuchs möglichst effizient ist.

an effizienz denkt bei liebe jedoch keiner mehr.

damals war liebe einfch ein mittel, zwei zueinander zu bringen, die zusammen ein gesundes kind zeugen können. heute will man dazu einen menschen, den man für charakterlich hundertprozentig zu einem selbst passend erachtet.
das praktische in der liebe, der urgedanke, der fortbestand der menschheit, spielt eine geringere rolle, da die erde sowieso überbevölkert ist.

trotzdem fühlt man sich als erstes äußerlich von jemandem angezogen. vielleicht von seinem geruch, auch wenn man das kaum merkt.

in deutsch haben wir einen text brechts behandelt, in dem herr k. meinte, er mache sich einen entwurf, wenn er sich verliebe, und hoffe, dass der mensch ihm möglichst ähnlich werde.
ich habe das so gedeutet, dass man jemanden, den man liebt, in das bild einzufügen versucht, das man sich von ihm gemacht hat.
alles, was er tut, wird so nterpretiert, dass es zu diesem gott eines menschen passt. je nachdem, wie realistisch das bild ist und wie nahe dem menschen, der dessen inspiration war, kann der entwurf aufrechterhalten werden oder auch entwickelt werden. wenn jemand dann gar nicht mehr in das bild passt, endet die liebe.
so kenne ich das zumindest.
ich meinte ja, dass man menschen nicht hundertprozentig kennen kann; es gibt nur die möglichkeit eines solchen entwurfs.
hat man diesen einem menschen länger angepasst, ist es vielleicht dem näher, was er eigentlich ist (angenommen, man kann überhaupt irgendetwas bestimmtes sein, was allgemein gültig ist) und diese enttäuschung, das ende der liebe, ist unwahrhscienlicher, wenn man auch diesen etnwurf lieben kann.

vielleicht ist die wahrscheinlichkeit, dass liebe beständig ist, deshalb größer, wenn man vorher befreundet war. allerdings kann der anfang einer beziehung schon eine solche freundschaft sein,was wieder hieße, dass diese "beste freunde werden ein paar"-idee romantisches getue ist, das möglich, aber nicht unverzichtbar ist.
man kann sich in den entwurf der person eines menschen (gott klingt das dumm :D) verlieben, vermutlich aber nur in verbindung mit dem biologischen aspekt. alle, die im tiefsten herzen romantiker sind, werden mich jetzt hassen, aber ich sehe das so. ich finde auch nicht, dass es dieses ideal einer romantischen liebe ausschließt, sie erweitert es nur. alle wollen einen plan hinter der liebe sehen. vielleicht ist es einfach der der evolution.

5.3.11 20:37


two timing touch and broken bones

kürzlich kam die millennium-trilogie auf zdf.
die story an sich war okay, die protagonistin lisbeth salander war für mich allerdings teilweise sehr störend.
einmal aufgrund dieses ständigen rumgefickes nach wenigen tagen, hauptsächlich jedoch wegen ihrem extremen drang zur selbstjustiz.

als kind wurde ihre mutter von ihrem vater bis zur behinderung misshandelt. daraufhin zündete lisbeth ihn mit streichholz und benzin an.
sie wird vergewaltigt. das nimmt sie zur erpressung als video auf, was auch ein teil einer gewöhnlichen justiz sein kann, dann holt sie aber ihren plastikdildo raus und vergewaltigt zurück, des weiteren tätowiert sie "ich bin ein sadist und vergewaltiger" auf den bauch des täters.
später versucht einer, sie umzubringen, da tackert sie seine füße am boden fest (aufgrund einer nervenkrankheit stört ihn das nicht, weil er keinen schmerz fühlen kann) und ruft vor der polizei noch eine motorradgang, die eine rechnung mit dem kerl offen hatte und ihn umbringt.

man könnte das als selbstverteidigung auslegen, wenn man sie einfach als opfer betrachtet. mein problem ist dabei, dass ich keinen als opfer sehe, der gleiches mit gleichem vergilt, weil er damit kein stück besser ist als der täter.
das ist wie diese kindergartenkinderlogik, wenn du haust, haue ich fester, wenn du kneifst, beiße ich.
natürlich ist da ein wunsch nach rache, aber möglicherweise macht es einen menschen teils auch aus, inwieweit er diesen gelüsten zu widerstehen weiß.
wenn jeder einfach selbst gerechtigkeit walten lässt, wird das justizsystem wertlos, was in einigen staaten durchaus ein verlust wäre, da es verhältnismäßig sichere gibt.

daraufhin meinte meine mutter, bei günther scheller (aus "was nützt die liebe in gedanken") habe ich nicht so sehr kritisiert, als dieser hans erschoss, da dieser ihm seiner meinung nach auf ewig die möglichkeit zu lieben genommen hatte.
das brachte mich zum nachdenken. es störte mich tatsächlich weniger. die tat schien nicht richtig, wohl wahr, jedoch verübt auch er selbstjustiz in der form, gleiches mit gleichem zu vergelten und es machte mich nicht so wütend.
die poetische weise, wie er dies begründet, reicht nicht, um es als moralisch richtig scheinen zu lassen. auch nicht, dass ihm sein ganzes leben zerstört scheint.

meiner ansicht nach ist der hauptunterschied, dass er kein held ist. der film stellt ihn nicht so dar und er sieht sich nicht so.
er ist ein vollkommen zerstörter, desillusionierter mensch, der dies als den ausweg sieht.
lisbeth salander scheint jedoch immer noch ein gutes selbstbewusstsein zu haben, ist glücklich mit ihrem geld und sowohl sie als auch der film zeigen sie als dieses arme opfer, das trotzdem ein held ist.

rache als selbstjustiz kann keine heldentat sein, höchstens eine verzweiflungstat. als solche scheint sie mir zwar moralisch immer noch falsch, zugleich aber auch menschlich nachvollziehbar.

4.3.11 19:28


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