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nach dem goldrausch bin ich da, wo ich vor dem goldrausch war

in der neuen neon hat sich ein journalist mit den cineasten auseinandergesetzt.
ihm nach ist deren hauptbeschwerde, dass happy ends in filmen einfach unrealistisch sind.
das leben ist allerdings nicht immer glücklich.

er kriegt sie nicht immer, die krankheit wird nicht immer geheilt und eines tages wird ein wahnsinniger professor die welt wegbomben und der mann, der seine unterhose über der hose trägt, kann nichts daran ändern.
die coen-brüder sagen dazu: "es ist ein missverständnis, dass menschen, die lieben, das recht auf ein happy end haben. niemand hat das."

der journalist fragt sich daraufhin, warum filme unbedingt die realität imitieren sollen - umgekehrt sei es viel schöner (dann interpretiert er das ende von die reifeprüfung falsch, den ich mir vor kurzem angeschaut hab, nämlich als ein happy end. er holt sie vom altar und sie fliehen im bus. dann blicken sie aber noch unsicher vor sich hin. ich hab das nach ewigem rumrätseln ("du, mach was, ich hab das ende von der reifeprüfung immer noch nicht durchschaut") so gedeutet, dass zumindest er ja immer nach einem lebensweg gesucht hat, nach einer richtung. und er sie in der liebe zu finden geglaubt hat. aber dass er sie bekommen hat, heißt noch lange nicht, dass sein lebensweg jetzt sicher feststeht. es ist nur ein bruchteil davon. und warum sie so guckt, hab ich immer noch nicht verstanden >.<)

er sieht die annahme als falsch an, dass die menschen nicht darüber bescheid wüssten, dass die welt ein chaos ist.
sie wissen es sogar so gut, dass es sie in eine "schockstarre" versetzt habe,
aber wenn sie die welt immer nur als schlecht sehen, werden sie sich nie trauen, sie zu retten.
das ist so wie in einer kritik von franz soundso an dürrenmatts "die physiker".
soundso hat gesagt, dass das ende der menschheit, wenn sie so schlecht wäre, wie dürrenmatt sie darstellt, keine tragödie wäre.
man müsse den menschen ihre guten seiten vor augen führen, damit sie ihre potentielle auslöschung bedauern können und etwas dagegen tun.

ich glaube nicht, dass die menschen, nur weil sie wissen, dass es auch gute dinge geben kann, die welt retten würden bzw könnten.
gute dinge geben einem schnell das gefühl, dass man sich ausruhen kann.

das happy end einer geschichte ist dazu da, lose enden zu verknüpfen und einen strang zu bilden, mit dem dann alles einen sinn bekommt. nur, dass es eben nicht so ist. es ist eben nicht alles plausibel und die welt besteht praktisch aus losen enden.
ich glaube nicht, dass sie jemand steuert, dann kann sie kein ziel haben und der zufall denkt nicht darüber nach, ob die dinge, so wie sie fallen, einen sinn haben oder nicht und ob die menschen sie verstehen können, geschweige denn mit ihnen zurechtkommen.

manchmal sehe ich auch gern filme mit happy end. es ist bloß zu trennen zwischen filmen, die schlicht unterhalten wollen und filmen, die reales leben abbilden wollen. wenn man sich entspannen will, sind solche filme okay; diese "alles gut, katastrophe bahnt sich an, megakatastrophe, alles wieder gut, kuss, ende"-filme.
wenn ich mich aber gerade nicht entspannen will, sondern einen film erwarte, der mögliche tatsachen zeigt, nervt das. als ob es eine entschuldigung wäre, dass man für ein happy end einen film drehen kann, bei dem der drehbuchautor bloß nicht denken muss.
ich suche gerade filme, die mir die welt zeigen, wie sie ist. nicht die plastikversion davon. und die hoffnung geben oder einen weg zeigen, damit klarzukommen, dass eben nicht alles bestens ist und alles gut wird.
das ist etwas viel verlangt von einem film, klar, aber genau das verlangt der journalist auch in seinem artikel: die filme sollen optimistisch sein, damit der mensch in seinem chaos-umfeld zurechtkommt und ihm zeigen, dass es glück wirklich gibt.
eine utopie muntert mich aber nicht auf, weil ich weiß, dass sie nie real werden wird.

es braucht ein gewisses maß an realität, um einen traum zu entwickeln.
nichts rein gutes, sondern eine möglichkeit, aus dem schlechten herauszukommen.



"die dinge ändern sich und zeigen sich aus einer sicht, die ich verleugnet hab. ich vergaß was sie bedeutet hat,
doch du erinnerst mich daran"
fanta 4 - hoffnung (das clueso gecovert hat :D)
25.11.10 13:06
 


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