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ein passionierter mensch in einem mediokren land

das jahr ist vorbei.

ereignisloser, als ich mir das letzte ganze schuljahr vorgestellt hätte. bald ist es tatsächlich vorbei-um dann richtig anzufangen.
hoffentlich.
ich hoffe, dein jahr war okay und wünsche dir alles gute für das neue!

dieses lied passt ausnahmsweise mal exakt zu dem, was ich sagen will.
es geht um jemanden, der einfach mehr vom leben erwartet, als da ist. darum, dass man alle zeit gegen das leben kämpft, um irgendwann einen einzigen wunderbaren moment zu bekommen und nach dessen ende wieder weiterzukämpfen.

ich habe den ersten schlechten daniel brühl-film meines lebens gesehen, 'lila, lila'.
eigentlich ist martin suter ja ein extrem guter deutscher autor. momentan kenne ich kaum einen anderen, der so talentiert eine geschichte aus banalitäten heraus entstehen lässt, um dann alles so werden zu lassen, wie man es nie erwartet hätte.
aber er schreibt keine guten emotionalen geschichten.
so fein die figuren auch ausgearbeitet sind, er hat keine große begabung dafür, liebe darzustellen.
so auch hier.

david kern (brühl) verliebt sich in marie, eine literaturstudentin (im buch nicht, aber das lasse ich mal raus), die immer nur das sieht, was sie schön findet.
so blendet sie auch david aus, bis dieser ihr ein manuskript präsentiert, das er in einem second hand-schrank gefunden hat, und sagt, es wäre seines.
sie ist hin und weg und beginnt eine beziehung mit david.
dummerweise veröffentlicht sie das manuskript hinter seinem rücken, das dann als der erfolg der neuen zeit gefeiert wird.
er wird in eine position gebracht, die einfach nicht er ist, nämlich die des hochintelligenten autoren.
und abgesehen davon, dass er diese geschichte durchsteht, auch dann, als der vermeintlich echte autor des buchs auftaucht und ihn erpresst, gibt es keinerlei liebesbeweise zwischen ihm und marie.
es scheint, als würde sie ihn nur wegen des buchs lieben. deswegen erscheint es auch völlig absurd, als sie ihn am ende zurücknimmt, wenn er zugibt, dass es nicht sein buch war.

es fehlte der geschichte schlichtweg die tiefe, die man in einer niveauvollen liebesgeschichte sucht (und in allen andern brühl-filmen, die ich kenne, auch findet kann).

mich fesselte an der geschichte trotzdem der durchgehend gezeigte versuch davids, mehr zu sein, als er ist.
das leben größer zu machen, als es ist.

er ist allein und will marie.
er bekommt sie als kleiner kellner nicht und wird deshalb ein großer autor. doch das ist nicht er, und deshalb kann er es nicht durchhalten.

in den milliardenmassen der menschheit fühlt man sich als einzelner schnell klein und vergessen.
man will andere überragen, um bemerkt werden zu können und um leben zu erhaschen.
gleichzeitig zeigt der film auch, wie unmöglich dieses unterfangen ist. in den allermeisten fällen schafft man es nicht, jemand anderes zu werden.
ein kellner wird kein autor.
die dinge ändern sich nicht.

vielleicht kann man vom leben nicht erwarten, dass es lebendig ist.

es ist grau und die wenigen, leuchtend bunten momente, die wir bekommen, müssen wir uns hart erarbeiten.

das leben ist ein kampf.

5.1.11 15:59
 


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