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whatever will come true, what will be will be

"das weiße rauschen, das sind alle visionen aller menschen aller zeiten in einem blick, hat enno mir erzählt. sowas wie gott oder das ganze universum auf einmal, der zustand der höchsten erleuchtung.
wer das weiße rauschen sieht, der wird sofort wahnsinnig - außer wenn er schon wahnsinnig ist. dann wird er normal."

wieder ein daniel brühl film übrigens auch wieder einer, bei dem hans weingartner regie geführt hat. bis jetzt habe ich von ihm free rainer, die fetten jahre sind vorbei und den hier gesehen. alle drei waren ziemlich interessant und

diesmal geht es um lukas, der zu seiner schwester zieht, um dort zu studieren. sie und ihr freund nehmen regelmäßig drogen und bringen auch lukas dazu. nach pilzen hört er auf einmal stimmen und glaubt erst, es habe etwas mit den halluzigenen zu tun.
es stellt sich allerdings nach mehreren aufschreckenden szenen heraus, dass lukas schizophren ist - wie einst seine mutter, die sich kurz nach seiner geburt aufhängte.
das wirklich schockierende daran ist, dass er natürlich nicht daran denkt, dass das eine psychische störung sein könnte, sondern die vorwürfe der stimmen wirklich seiner schwester und ihrem freund zuordnet und glaubt, sie würden ihn beschimpfen und sich über ihn lustig machen.
lukas wird immer paranoider und bekommt nach einem selbstmordversuch pillen, die zwar die stimmen unterdrücken, ihn aber auch benommen machen, weshalb er sie bald wieder absetzt.
das einzige, worin er jetzt noch ruhe findet, ist wasser: unter der dusche, im regen, am meer fühlt er sich wohl.
eine hippiegruppe fischt ihn aus einem fluss und nimmt ihn auf eine art roadtrip mit. erst bringt ihm das besserung, jedoch wird lukas bald wieder abweisend und aggressiv.
es endet damit, dass er beschließt, allein am meer zurückbleiben zu wollen. dies bringt er mit dem weißen rauschen in verbindung, von dem ihm einer der hippies - enno - erzählt hat.
lukas möchte sich selbst wiederfinden.

wie bereits erwähnt hat mich besonders beschäftigt, dass man eben nicht wahrnimmt, wenn etwas mit einem nicht stimmt, solange es nicht unausweichlich ist.
ähnlich ist auch die geschichte von small world, in der es um alzheimer geht: konrad möchte seine krankheit erst nicht akzeptieren, dann ist er dazu geistig nicht mehr fähig.
dieser gedankengang erinnert an die grüne-gläser-theorie kants, die damals kleist so zusetzte. der mensch würde, wenn er grüne gläser anstatt von augen hätte, die ganze welt für grün halten.
es ist demnach nicht möglich, eine allgemein gültige wahrheit zu finden.
jeder bildet sich seine eigene.

wem vertraut man, wenn man sich selbst nicht mehr glauben kann?
ich glaube nicht, dass es ein unheimlicheres gefühl gibt, als nicht mehr zu wissen, wie weit man noch gesund ist und was die krankheit in den gedanken ist.

fehler oder makel im eigenen leben bemerkt man nicht, erst recht nicht, wenn sie verheerend sein können.
man verdrängt sie einfach, um sich einreden zu können, dass das leben leicht wär. eindimensional.
erst, wenn es gar nicht mehr anders geht, wenn selbst die verdrehtesten ausreden nicht mehr reichen, nimmt man es hin.

weiß ein psychisch kranker, dass er psychisch krank ist, bevor es beweise dafür gibt?
weiß ein rassist, dass er ein rassist ist?
weiß ein snob, dass er versnobt ist?

nicht, dass man psychisch kranke darauf herabschrauben könnte, aber es sind alles dinge, die man sich in der gesellschaft nicht erlauben will.
schwächen wegdrücken und hoffen, dass sie von allein weggehen.
das leben wird schon wieder einfach werden.
alles, was einem einfällt ist, alles, was von der norm abweicht, zu betäuben. wie gesagt, medikamente für die psyche laufen meist einfach auf betäubung der kranken psyche hinaus.

es ist unverständlich, wenn die psychisch kranken nicht länger aufgeweichte gedanken haben wollen.
wen interessiert schon, ob sie ein leben führen.
natürlich verhindern viele krankheit ein leben, jedoch darf man nie den kopf leeren. man muss in der lage sein, eigene entscheidungen zu treffen und zu denken.
nur wird es gefährlich, wenn man damit den mitmenschen ihr leben verhindert. allerdings wird da meiner ansicht nach oft zu egoistisch von den gesunden gedacht - eine psychische krankheit heißt schließlich nicht verdummung oder tod, weswegen ihr wohl genauso wichtig ist, wie das der zb familienmitglieder, auch wenn diese sich vielleicht nicht damit konfrontieren können. es klingt hart, aber sie müssen es lernen.

man möchte nicht merken, dass das leben auch anderes bereit hält, als menschen, die so funktionieren, wie sie es gefälligst zu tun haben.

auch wenn letzlich niemand funktioniert.
manche schaffen es nur besser, das zu verbergen.



19.1.11 16:49
 


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