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we got the we got the we got the

habe gerade immer noch nicht viel zeit zum schreiben (wie man an meiner blogarbeit diesen monat sieht...) - kopf total leer wegen der klausurenphase, schreibprobe für die uni fertigmachen (und hoffen )...ich habe zur erholung sogar angefangen zu zeichnen (wenn du mich kennen würdest, wärst du jetzt schockiert - ich hab normalerweise nie die geduld für sowas).
wie gesagt, nicht als blog über mich geplant, aber es braucht ja ne rechtfertigung, dass ich gerade so wenig hier schreibe.

seit "was nützt die liebe in gedanken" habe ich august diehl zu meinem eigenen daniel brühl erklärt. wobei klar ist, dass er deutlich besser ist :b das ist ein so großer film, dass mir im blog die worte dazu gefehlt haben. es ist ein stück meiner uni-schreibprobe geworden. wohl einer der deprimierendsten texte, die ich bis jetzt geschrieben habe (was wohl auch am dazugehörigen radiohead-soundtrack lag), aber auch einer der besten. mal sehen.

jedenfalls schaue ich jetzt vermehrt filme mit ihm, gestern 'die fälscher', ein film, der auf der wirklich durchgeführten ation bernhard zur zeit des zweiten weltkriegs basiert.
die nazis sammelten sich aus den kzs experten zusammen, mit denen sie eine fälscheraktion durchführen wollten.
erst britische pfund, um großbritanniens wirtschaft enorm zu schädigen, dann ausweise und später wollten sie dollars gefälscht haben.
an dieser stelle hat der lichtdruckerexperte adolf burger beschlossen, die aktion zu sabotieren (der film folgt den erzählungen des echten adolf burger, der scheinbar allerdings nicht sabotiert und andere damit gefährdet hat.): deutschland war bankrott und wenn sie kein geld bekämen, könnte es sein, dass der krieg verloren und das regime gestürzt werden kann.
als das herauskam (dass sabotiert wird, nicht wer sabotiert. der 'chef' der experten, sally sorowitsch, hat, wenngleich er eigentlich gegen die sabotage war, gemeinschaft gepredigt), gab es drohungen, dass einige erschossen werden,außer es sind bald dollars gefälscht.
burger ist bei seiner sabotage geblieben, um ein zeichen zu setzen und die leute anderer kzs zu retten. gleichzeitig gefährdete er damit sein leben und das der anderen mit dazu.

wie in den meisten filmen, die irgendwie mit nationalsozialismus und kzs zu tun haben, war man natürlich schockiert über die schicksale der einzelnen menschen.
burger hat zwischendurch erfahren, dass seine frau bei einem fluchtversuch in auschwitz erschossen wurde.
ein anderer hat in den gebrauchten pässen toter kz-insassen (mit denen wurden neue pässe hergestellt, die dann abgewetzter wirken) die seiner kinder gefunden und versucht, sich sofort umzubringen.

es kam wie meistens aber auch noch der punkt hinzu, dass man gezwungen wird, darüber nachzudenken, wo man selbst stehen würde.

würde man leute im kz quälen, um die eigene familie und die position zu wahren?

wie weit geht man für seine ideale?
opfert man sein leben für andere? inwieweit gilt ein leben im kz noch als leben?
ist es das wert, menschen zu opfern, um noch mehr zu retten?
hat man überhaupt das recht, das für andere zu entscheiden?

einerseits bewundert man natürlich burger, andererseits war es auch schockierend zu sehen, wie absolut und kühl er über die leben der anderen entscheiden wollte. ja, es ging um mehr leben, als die, die verlorengegangen wären. fragt sich, ob er das recht hat, für die anderen zu bestimmen, dass das wichtiger sei.

es gibt viele dieser beispiele.
eine weile wurde in den usa ja überlegt, ob man flugzeuge, die von ihrem kurs stark abweichen und bei der der funkkontakt abgebrochen ist, abschießen sollte, um damit solche ereignisse wie das des elften septembers zu vermeiden.
es gab große diskussionen darüber. wieder gäbe es die möglichkeit, noch mehr menschen zu retten, als bei diesem absturz umkämen. doch heißt das, dass es richtig wäre?
kann man wirklich sagen "besser 100 menschen als 500"?
es ist so verdammt zynisch, gleichzeitig geht es allerdings auch gar nicht anders, als so zu denken.

das schlimme an solchen fragen ist, dass man eigentlich gar keine meinung dazu haben kann.
klar, ich könnte mir einreden, dass ich mein leben opfern würde, um so ein regime zu stoppen, dass ich den mut hätte.
ich könnte sagen, es sind nur ein paar menschen, die für diese massen sterben würden, als märtyrer.
ich könnte behaupten, dass mehr menschen mehr wert sind.
aber eigentlich kann ich keine ahnung davon haben.
man kann sich gar nicht in solche umstände hereinfühlen, in denen man jeden tag angst um die familie und das eigene leben hat, in der jede meinung eine falsche sein kann, in der man weiß, dass jeden tag hunderte von menschen sterben, weil sie nicht dem ideal entsprechen.
es gibt diesen spruch, dass man in katastrophen erkennt, was für ein mensch man wirklich ist.

will man das?

will man nicht glauben, dass man mutig genug gewesen wäre und dass so etwas wie der elfte september nie wieder passieren kann, was solche entscheidungen überflüssig macht?

es ist wie immer. sich diese dinge nicht zu beantworten, ist am einfachsten, was das ist, was alle wollen, womit ich mich in diesem fall einschließe (glaube ich. noch so eine situation, die ich nicht abschätzen kann. eigentlich hasse ich es ja, sachen über menschen nicht zu verstehen und denk solange dran rum, bis ich eine antwort habe. tja. irgendwie ist man doch immer in seinem eigenen leben festgefahren).

was machst du, wenn du erkennst, dass du eben doch einer von diesen ss-kommandanten hättest sein können?
oder dass du lieber deine haut in dein 'bett' gerettet hättest, als das echte leben von tausenden?

wie könnte man mit diesem wissen noch leben?

24.2.11 18:39
 


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