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two timing touch and broken bones

kürzlich kam die millennium-trilogie auf zdf.
die story an sich war okay, die protagonistin lisbeth salander war für mich allerdings teilweise sehr störend.
einmal aufgrund dieses ständigen rumgefickes nach wenigen tagen, hauptsächlich jedoch wegen ihrem extremen drang zur selbstjustiz.

als kind wurde ihre mutter von ihrem vater bis zur behinderung misshandelt. daraufhin zündete lisbeth ihn mit streichholz und benzin an.
sie wird vergewaltigt. das nimmt sie zur erpressung als video auf, was auch ein teil einer gewöhnlichen justiz sein kann, dann holt sie aber ihren plastikdildo raus und vergewaltigt zurück, des weiteren tätowiert sie "ich bin ein sadist und vergewaltiger" auf den bauch des täters.
später versucht einer, sie umzubringen, da tackert sie seine füße am boden fest (aufgrund einer nervenkrankheit stört ihn das nicht, weil er keinen schmerz fühlen kann) und ruft vor der polizei noch eine motorradgang, die eine rechnung mit dem kerl offen hatte und ihn umbringt.

man könnte das als selbstverteidigung auslegen, wenn man sie einfach als opfer betrachtet. mein problem ist dabei, dass ich keinen als opfer sehe, der gleiches mit gleichem vergilt, weil er damit kein stück besser ist als der täter.
das ist wie diese kindergartenkinderlogik, wenn du haust, haue ich fester, wenn du kneifst, beiße ich.
natürlich ist da ein wunsch nach rache, aber möglicherweise macht es einen menschen teils auch aus, inwieweit er diesen gelüsten zu widerstehen weiß.
wenn jeder einfach selbst gerechtigkeit walten lässt, wird das justizsystem wertlos, was in einigen staaten durchaus ein verlust wäre, da es verhältnismäßig sichere gibt.

daraufhin meinte meine mutter, bei günther scheller (aus "was nützt die liebe in gedanken") habe ich nicht so sehr kritisiert, als dieser hans erschoss, da dieser ihm seiner meinung nach auf ewig die möglichkeit zu lieben genommen hatte.
das brachte mich zum nachdenken. es störte mich tatsächlich weniger. die tat schien nicht richtig, wohl wahr, jedoch verübt auch er selbstjustiz in der form, gleiches mit gleichem zu vergelten und es machte mich nicht so wütend.
die poetische weise, wie er dies begründet, reicht nicht, um es als moralisch richtig scheinen zu lassen. auch nicht, dass ihm sein ganzes leben zerstört scheint.

meiner ansicht nach ist der hauptunterschied, dass er kein held ist. der film stellt ihn nicht so dar und er sieht sich nicht so.
er ist ein vollkommen zerstörter, desillusionierter mensch, der dies als den ausweg sieht.
lisbeth salander scheint jedoch immer noch ein gutes selbstbewusstsein zu haben, ist glücklich mit ihrem geld und sowohl sie als auch der film zeigen sie als dieses arme opfer, das trotzdem ein held ist.

rache als selbstjustiz kann keine heldentat sein, höchstens eine verzweiflungstat. als solche scheint sie mir zwar moralisch immer noch falsch, zugleich aber auch menschlich nachvollziehbar.

4.3.11 19:28
 


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