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falsche entscheidung - da scheißen wir drauf

gerade lese ich 'die leiden des jungen werthers' und habe gestern 'goethe!' gesehen (werther war ja relativ autobiografisch), was viele denkanstöße gibt. hier die ersten.

werther fühlt sich immer zutiefst berührt durch kinder und benennt das gesicht jedes zweiten aufwärts als perfekt geformt. zugleich beschwert er sich darüber, wie mit den kindern umgegangen wird: die erwachsenen wissen genauso wenig wie die kidner, was sie wollen und setzen sich trotzdem über sie, um sie in ihre denkweise zu pressen.
das ähnelt kleists marionettentheater, da er schrieb, die höchste anmut könne man nur durch völlige intuition erreichen. sobald man versuchte, wäre man nicht mehr wirklich grazil.
wenn der mensch erwachsen wird und versucht, sein leben in die hand zu nehmen und sorglos zu sein, scheitert er.

die völlige absetzung von jeglichen erwartungen ist an sich kaum möglich - das problem ist bloß, dass das nicht oft genug als schlecht erkannt wird. man fühlt sich nicht wohl, wenn man nicht die person sein kann, von der man denkt, dass man ihr entsprechen sollte. manchmal, weil man selbst ihr entsprechen will. meist jedoch, weil man dem entsprechen will, was den anderen menschen zusagt.

es ist zurzeit mottowoche an meiner schule. alle setzen größte erwartungen in diese zeit und zwingen sich permanent dazu, gute laune zu haben. ich kann das nicht und beneide sie auch irgendwie darum. meine schwester sagt dazu, dass es nichts schlechtes ist, nicht auf knopfdruck abgehen zu können.
letztlich hat sie recht. ich wollte erwartungen entsprechen, die eigentlich keine wirkliche berechtigung haben.
wenn du glücklich bist, feiere.
wenn du traurig bist, weine.
wenn du nicht sprechen willst, schweige.

so sollte es theoretisch sein; dass anerkannt ist, dass gute laune kein dauerzustand ist. ist es aber nicht.
jeder will allen zusagen, auch, wenn das kaum möglich und nebenbei auch nicht richtig ist.
ich glaube, dass man ein individuum sein sollte, nicht ein kleines teil irgendeines systems, das nur zu funktionieren hat, wobei da wieder das gewissen im weg steht:
sobald man schlecht gelaunt ist, denkt man, man verhielte sich falsch und zieht sich nur noch weiter runter. wenn alle sich so sehr ähneln und dieses ideal eines dauergrinsenden glücksbärchis teilen, kann man nicht einfach einzelnen zusagen - was, wenn es nur die masse gibt? leute außerhalb dieses triebs zu finden, ist ein glücksgriff.

august diehl sagt, es gebe verschiedene arten des terrorismus, nur werde bloß ein teil davon so benannt, der von einer kleinen gruppe ausgeführt werde. zivilisation und gesellschaft seien ebenso terrorismus; dies hier scheint einer jener fälle zu sein.

jetzt ein weiterer werther-aspekt (heftige überleitung :D):
die geschichte dieser zweier menschen, die einander suchen, aber nicht halten können, ist sehr anrührend. es ist eine geschichte, die immer wieder leicht abeändert zu finden ist, doch sie beschreibt in sich das leben:
man will fassen und halten, erreicht den großteil dieser wünsche jedoch nie. es ist ein stetes sehnen nach etwas größerem.

15.3.11 17:51
 


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